Ratgeber · Stand: September 2026 · 6 Min. Lesezeit
Photovoltaik 2026: Welche Förderung es wirklich noch gibt
„Gibt es eigentlich noch PV-Förderung?" — die Frage hören wir oft, und die ehrliche Antwort lautet: Ja, aber sie sieht anders aus, als viele denken. Den einen großen Zuschuss vom Bund gibt es nicht. Stattdessen wirken vier Mechanismen zusammen, die eine PV-Anlage 2026 attraktiver machen als je zuvor.
1. Null Mehrwertsteuer — der unsichtbare Zuschuss
Seit 2023 gilt für Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG). Das senkt den Preis effektiv um 19 % — automatisch, ohne Antrag. Wichtig beim Angebotsvergleich: Jeder Anbieter muss netto anbieten; wer die „MwSt.-Ersparnis" als Sonderrabatt vermarktet, verkauft dir Selbstverständliches als Geschenk.
2. Einspeisevergütung — 20 Jahre garantiert
Für jede Kilowattstunde, die du ins Netz einspeist, bekommst du die EEG-Vergütung — festgeschrieben für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Die Sätze sinken halbjährlich leicht für Neuanlagen (Degression), deshalb nennen wir hier bewusst keine Zahl, die nächsten Monat veraltet ist: Die aktuellen Sätze prüft unser Förder-Radar wöchentlich bei der Bundesnetzagentur.
Die ehrliche Einordnung: Von der Einspeisevergütung allein wird niemand reich. Der wirtschaftliche Hebel ist der Eigenverbrauch — jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom.
3. KfW 270 — der zinsgünstige Kredit
Der KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien — Standard" finanziert PV-Anlage und Speicher, aktuell ab rund 4 % effektivem Jahreszins (bonitätsabhängig, Stand September 2026 — den tagesaktuellen Satz trackt unser Förder-Radar). Beantragt wird er über deine Hausbank. Für viele lohnt der Vergleich mit einem normalen Ratenkredit — je nach Bonität gewinnt mal der eine, mal der andere.
4. Steuerfreiheit der Erträge
Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind einkommensteuerfrei. Keine Gewinnermittlung, keine Umsatzsteuervoranmeldung, kein Steuerberater nötig. Die Bürokratie, die früher viele abgeschreckt hat, ist praktisch abgeschafft.
Und die regionalen Zuschüsse?
Manche Länder und Kommunen bezuschussen Speicher oder Balkonkraftwerke. Diese Töpfe sind oft binnen Wochen ausgeschöpft und ändern sich ständig — verlass dich nicht darauf, aber wirf vor dem Kauf einen Blick in die Förderdatenbank des Bundes und auf die Seite deiner Landesförderbank. Auf unseren Städte-Seiten findest du die jeweilige Anlaufstelle.
Fazit
Die PV-Förderung 2026 ist unspektakulär, aber solide: 19 % Preisvorteil durch den Nullsteuersatz, garantierte Einspeisevergütung, günstige Finanzierung, steuerfreie Erträge. Rechne mit realistischen Zahlen — dann ist die Frage selten, ob sich PV lohnt, sondern nur, wie schnell sie sich amortisiert.
Häufige Fragen
Gibt es 2026 noch eine PV-Förderung?+
Ja, aber nicht als einen großen Zuschuss. Es wirken vier Mechanismen zusammen: 0 % Mehrwertsteuer bis 30 kWp, die 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung, der zinsgünstige KfW-Kredit 270 und die Steuerfreiheit der Erträge.
Zahle ich beim PV-Kauf Mehrwertsteuer?+
Nein. Seit 2023 gilt für Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden der Nullsteuersatz — das senkt den Preis effektiv um 19 %, automatisch und ohne Antrag.
Sind die Einnahmen aus meiner PV-Anlage steuerpflichtig?+
Für Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind Einnahmen und Entnahmen einkommensteuerfrei — ohne Gewinnermittlung und ohne Umsatzsteuervoranmeldung.
Dieser Ratgeber ist eine redaktionelle Orientierung und keine Energie-, Steuer- oder Rechtsberatung. Fördersätze werden wöchentlich automatisch mit KfW und BAFA abgeglichen (Förder-Radar) — verbindlich sind allein die Programmbedingungen der Fördergeber.