Photovoltaik 2026: Welche Förderung es wirklich noch gibt
„Gibt es eigentlich noch PV-Förderung?" — die Frage hören wir oft, und die ehrliche Antwort lautet: Ja, aber sie sieht anders aus, als viele denken. Den einen großen Zuschuss vom Bund gibt es nicht. Stattdessen wirken vier Mechanismen zusammen, die eine PV-Anlage 2026 attraktiver machen als je zuvor.
1. Null Mehrwertsteuer — der unsichtbare Zuschuss
Seit 2023 gilt für Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG). Das senkt den Preis effektiv um 19 % — automatisch, ohne Antrag. Wichtig beim Angebotsvergleich: Jeder Anbieter muss netto anbieten; wer die „MwSt.-Ersparnis" als Sonderrabatt vermarktet, verkauft dir Selbstverständliches als Geschenk.
2. Einspeisevergütung — 20 Jahre garantiert
Für jede Kilowattstunde, die du ins Netz einspeist, bekommst du die EEG-Vergütung — festgeschrieben für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Die Sätze sinken halbjährlich leicht für Neuanlagen (Degression), deshalb nennen wir hier bewusst keine Zahl, die nächsten Monat veraltet ist: Die aktuellen Sätze prüft unser Förder-Radar wöchentlich bei der Bundesnetzagentur.
Die ehrliche Einordnung: Von der Einspeisevergütung allein wird niemand reich. Der wirtschaftliche Hebel ist der Eigenverbrauch — jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom.
3. KfW 270 — der zinsgünstige Kredit
Der KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien — Standard" finanziert PV-Anlage und Speicher, aktuell ab rund 3,7 % effektivem Jahreszins (bonitätsabhängig, Stand Juli 2026). Beantragt wird er über deine Hausbank. Für viele lohnt der Vergleich mit einem normalen Ratenkredit — je nach Bonität gewinnt mal der eine, mal der andere.
4. Steuerfreiheit der Erträge
Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind einkommensteuerfrei. Keine Gewinnermittlung, keine Umsatzsteuervoranmeldung, kein Steuerberater nötig. Die Bürokratie, die früher viele abgeschreckt hat, ist praktisch abgeschafft.
Und die regionalen Zuschüsse?
Manche Länder und Kommunen bezuschussen Speicher oder Balkonkraftwerke. Diese Töpfe sind oft binnen Wochen ausgeschöpft und ändern sich ständig — verlass dich nicht darauf, aber wirf vor dem Kauf einen Blick in die Förderdatenbank des Bundes und auf die Seite deiner Landesförderbank. Auf unseren Städte-Seiten findest du die jeweilige Anlaufstelle.
Fazit
Die PV-Förderung 2026 ist unspektakulär, aber solide: 19 % Preisvorteil durch den Nullsteuersatz, garantierte Einspeisevergütung, günstige Finanzierung, steuerfreie Erträge. Rechne mit realistischen Zahlen — dann ist die Frage selten, ob sich PV lohnt, sondern nur, wie schnell sie sich amortisiert.
Dieser Ratgeber ist eine redaktionelle Orientierung und keine Energie-, Steuer- oder Rechtsberatung. Fördersätze werden wöchentlich automatisch mit KfW und BAFA abgeglichen (Förder-Radar) — verbindlich sind allein die Programmbedingungen der Fördergeber.