Ratgeber · Stand: Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit

Wärmepumpe beantragen: Schritt für Schritt zur Förderung

Bis zu 21.000 € Zuschuss für die Wärmepumpe — aber zwischen dir und dem Geld stehen ein Portal, drei Abkürzungen (BzA, BnD, ZWU) und eine Regel, die du nicht brechen darfst. Hier ist der komplette Weg, in der richtigen Reihenfolge.

Schritt 1: Förderhöhe klären

Bevor du Angebote einholst, solltest du wissen, mit welchem Fördersatz du rechnen kannst: 30 % Grundförderung plus eventuell Klimageschwindigkeits-Bonus (+20 %), Einkommens-Bonus (+30 %) und Effizienz-Bonus (+5 %), gedeckelt bei 70 %. Unser Förder-Rechner macht das in drei Fragen.

Schritt 2: Angebote einholen

Hol dir zwei bis drei Angebote von Fachbetrieben. Achte darauf, dass das Angebot die förderfähigen Kosten sauber ausweist — Wärmepumpe, Installation, Umfeldmaßnahmen. Seriöse Betriebe kennen die KfW-Anforderungen und helfen beim Papierkram.

Schritt 3: Vertrag mit aufschiebender Bedingung

Jetzt kommt die entscheidende Feinheit: Du unterschreibst den Liefer- und Leistungsvertrag mit einer aufschiebenden Bedingung. Der Vertrag wird erst wirksam, wenn die KfW-Zusage vorliegt. So giltst du offiziell noch nicht als „begonnen" — und bleibst förderfähig.

Schritt 4: BzA erstellen lassen

Dein Fachbetrieb oder ein Energieberater erstellt die „Bestätigung zum Antrag" (BzA) — ein Dokument mit einer ID, das die technischen Daten deines Vorhabens enthält. Ohne BzA kein Antrag.

Schritt 5: Antrag im KfW-Portal

Im Portal „Meine KfW" registrieren, BzA-ID eingeben, Angaben bestätigen, absenden. Die Zusage kommt oft innerhalb weniger Minuten bis Tage. Ab jetzt darfst du loslegen lassen.

Schritt 6: Einbau und Nachweise

Nach dem Einbau erstellt der Fachbetrieb die „Bestätigung nach Durchführung" (BnD). Die reichst du zusammen mit den Rechnungen im Portal ein. Bei Einkommens-Bonus: Steuerbescheide bereithalten.

Schritt 7: Auszahlung

Nach Prüfung überweist die KfW den Zuschuss direkt auf dein Konto. Zwischen Antragszusage und Auszahlung können je nach Baufortschritt Monate liegen — der Zuschuss ist aber mit der Zusage reserviert.

Die drei häufigsten Fehler

  • Erst beauftragen, dann beantragen — Förderung weg. Immer aufschiebende Bedingung in den Vertrag.
  • Frist verpasst: Nach der Zusage hast du 36 Monate für die Umsetzung. Klingt viel, aber Fachbetriebe sind ausgebucht — früh terminieren.
  • Einkommens-Bonus vergessen: Wer knapp über 40.000 € liegt, sollte prüfen, welches Jahr zählt — maßgeblich sind die Bescheide des zweiten und dritten Jahres vor Antragstellung.

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Dieser Ratgeber ist eine redaktionelle Orientierung und keine Energie-, Steuer- oder Rechtsberatung. Fördersätze werden wöchentlich automatisch mit KfW und BAFA abgeglichen (Förder-Radar) — verbindlich sind allein die Programmbedingungen der Fördergeber.