Welcher Wärmepumpen-Typ passt?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der mit Abstand häufigste Typ: günstig in der Anschaffung, schnell installiert, keine Genehmigung nötig. Die Effizienz (JAZ 3,0–4,0) ist etwas niedriger als bei Erdwärme, dafür ist sie der unkomplizierteste Einstieg — mit bis zu 70–80 % Förderung.
Die Erdwärmepumpe nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs und erreicht dadurch eine hohe Effizienz (JAZ 4,0–5,0) und niedrige Betriebskosten. Sie kostet mehr — vor allem wegen der Bohrung —, amortisiert den Mehrpreis aber meist in 10–14 Jahren. Bohrkosten sind förderfähig.
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser als Wärmequelle und erreicht die höchste Effizienz aller Typen. Sie ist aber die aufwendigste Variante: Sie braucht zwei Brunnen, geeignetes Grundwasser und eine wasserrechtliche Genehmigung — daher eher die Ausnahme.
Eine Hybrid-Lösung kombiniert eine Wärmepumpe mit einem zweiten Wärmeerzeuger (z. B. einem vorhandenen Kessel) für die kältesten Tage. Das kann im unsanierten Altbau sinnvoll sein — bei der Förderung gelten aber besondere Regeln, die vom erneuerbaren Anteil abhängen.